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Friday
23
MAR

„Çemekî Tenê– nur ein Fluss“ Theaterdrama um eine große Liebe.

19:00
22:00
Bürgerzentrum Schuhfabrik e.V.
Event organized by Bürgerzentrum Schuhfabrik e.V.

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Manchmal schreibt das Leben die Theaterstücke. Im Fall von „Çemekî Tenê– nur ein Fluss“ ist es allerdings ein besonders dramatisches. Es ist die Geschichte von Jiveen Assad und Sherwan Morad, einer jungen Liebe, die viel zu früh enden musste.

Am Freitag, dem 23. März ab 19.00 Uhr führt die junge kurdische Theatergruppe „Civîn“ das von Sherwan Morad selbst geschriebene Stück erstmals in der Ahlener Schuhfabrik auf.

Neun Jahre kannten sich Jiveen und Sherwan und sie wollten heiraten. Der Krieg in Syrien trennt die beiden Liebenden und verändert alles. Zunächst gelingt Sherwan 2016 über das Meer die Flucht bis nach Deutschland. Zu seiner 26 jährigen Verlobten kann er nur telefonisch Kontakt halten. Die Familie von Sherwan will die junge Frau auf legalem Wege nach Deutschland holen und erhält Hilfe vom deutschen Konsulat in Ankara. Dazu musste Jiveen, die bereits vor Assads Bomben in den Irak geflohen war, weiter in die Türkei. Auf dem Weg dahin muss sie nachts einen Fluss durchqueren, der aufgrund der Schneeschmelze Hochwasser führt. Dann wird die Gruppe mit der sie unterwegs ist von Soldaten beschossen.

Jiveen Asaad gerät aus dem Gleichgewicht und wird im reißenden Fluss abgetrieben. Die Rettungsversuche der anderen scheitern.

Schwer getroffen von dem Schicksal seiner Verlobten wollte Sherwan Morad zunächst ein Buch schreiben, auch um die Situation selbst besser verarbeiten zu können. Der gelernte Chemiker sammelte in Syrien auch Schauspielerfahrung und so kam er auf die Idee, doch lieber ein Theaterstück zu schreiben. Und nicht nur das, er trommelt sechs junge Menschen die in Ahlen leben zusammen, führt die Regie und spielt sich selbst. „Ich will, dass die Menschen hier diese Geschichte erfahren“ fasst er seine Motivation zusammen.

Das Stück wird auf Kurdisch aufgeführt und ein Erzähler führt auf Deutsch durch die Geschichte. Die Aufführung dauert ca. 40 Minuten. Der Eintritt ist frei.

Das Projekt wird im Rahmen des Interkultur Projektes „Kulturelle Vielfalt – Gelebte Diversität“ vom Bundesministerium des Innern gefördert.