We use cookies to personalise content and ads, to provide social media features and to analyse our traffic. Read more…
Thursday
03
MAY

Karl Marx, der Marxismus und die Literatur

19:30
22:30

Get Directions

Category
#var:page_name# cover

Auch wenn Karl Marx keine systematische Schrift zur Literatur verfasst hat, finden sich doch in seinem Oeuvre mehrere Stellen, an denen er sich mit jener Disziplin befasst, die er schweren Herzens zu Gunsten der Philosophie und der Ökonomie fallen gelassen hat. Diese Stellen bezeugen nicht nur das Interesse des belesenen Bildungsbürgers Marx für die Literatur, sondern sie verorten auch die Literatur im globalen Erklärungsmuster, das unter dem Namen Marxismus bekannt wurde und an dem, nach Marx, noch viele andere Autoren weitergesponnen haben, nicht alle nach demselben Muster.

Ausgehend von einer Synthese der Grundgedanken des Marxschen historisch dialektischen Materialismus, werden in diesem Vortrag drei Fragen behandelt:
(1) Inwiefern kann von der Literatur gesagt werden, dass sie eine Widerspiegelung der Wirklichkeit ist?
(2) Inwiefern können die in einer bestimmten Epoche entstandenen literarischen Werke ein epochenübergreifendes Gefallen bewirken?, und
(3) Wie sind die geschichtliche Rolle und Aufgabe des Schriftstellers zu denken?

Der Vortrag will keine akribische Exegese der Marxschen Schriften sein, sondern ein Versuch, mit Marx über die Literatur und ihren Ort in einer heute mehr denn je notwendigen emanzipativen Praxis nachzudenken.


Norbert Campagna, Dr. phil. habil., ist professeur-associé an der Université du Luxembourg, Dozent an den Classes Préparatoires am LCE und Studienrat für Philosophie am LGE. Er hat 26 Bücher, 40 wissenschaftliche Aufsätze in philosophischen Fachzeitschriften und über 120 Aufsätze und Beiträge in Sammelbänden, Akten und Handbüchern veröffentlicht. Er ist Mitherausgeber von 4 Büchern. Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Sexualethik wurde er in Paris mit einem Trophée de l’Éthique ausgezeichnet.

Other events by
Centre national de littérature (CNL) - Lëtzebuerger Literaturarchiv