We use cookies to personalise content and ads, to provide social media features and to analyse our traffic. Read more…
Thursday
31
MAY

Die Göttliche Komödie — von Dante Alighieri

20:30
21:30
Düsseldorfer Schauspielhaus
Event organized by Düsseldorfer Schauspielhaus

Get Directions

Category
#var:page_name# cover

Die Göttliche Komödie — von Dante Alighieri — Premiere am 2. Juni 2018 (Voraufführung am 31. Mai) — im und rund um das Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz


Johannes Schütz, Bühnenbildner und Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, erweckt die schlafenden Räume rund um das Kleine Haus am Gustaf-Gründgens-Platz nach Motiven von Dantes »Göttlicher Komödie« zu neuem Leben. Die dunklen Orte und verschatteten Ecken des stillgelegten Theaters werden zu Stationen von Dantes und Vergils Jenseitsreise, die das Publikum gemeinsam mit den beiden wohl berühmtesten Wanderern der Literaturgeschichte vollzieht. Flucht zu Dante. Ein epochales Werk der Renaissance entsteht, als Dante Alighieri sich 1307 anschickt, die Hölle abzuschreiten – mit den Mitteln der Dichtung, in seiner »Göttlichen Komödie«. An der Hand seines Lehrers, des antiken Dichters Vergil, steigt Dante hinab, um durch die Hölle und das Fegefeuer bis hinauf ins Paradies zu gelangen, wo seine verstorbene Geliebte Beatrice auf ihn wartet. Unterwegs begegnen den beiden Wanderern alle Ausprägungen menschlicher Schlechtigkeit, überall Sünder, die unter schrecklichen Folterqualen ihre Strafe verbüßen. Nichtsdestotrotz kann man sich Dantes scharf gezeichneten Figuren kaum entziehen, gewinnen sie ihre Überzeugungskraft doch aus dem Tod. Sie wirken so äußerst lebensprall, gerade weil sie nicht am Leben sind. Es ist erstaunlich: Man sucht die Toten dort auf, wo sie sich selbst und anderen nicht entrinnen können. Ihre Sehnsucht nach der Oberwelt ist größer als unsere nach dem Totenreich, beide sind unstillbar. Und es stellt sich die Frage, ob wir nach dem Durchqueren dieser wohleingerichteten antik-christlichen Gerechtigkeitsmaschine zustimmen: Es soll die Wand zwischen Lebenden und Toten, gegen die wir anrennen, nicht weggedacht werden.