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Thursday
26
APR

Women in Science: Über dicke Körper [in David Levithans Roman]

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ÜBER DICKE KÖRPER in David Levithans Roman „Letztendlich sind wir dem Universum egal”

Do., 26. 04. 2018 // 19.00 Uhr
VORTRAG & LESUNG Über dicke Körper in David Levithans Roman „Letztendlich sind wir dem Universum egal”
Referentin: JUDITH SCHREIER
Jugendromane, die queere Themen behandeln, sind zum Glück keine Seltenheit mehr. So reiht sich auch „Letztendlich sind wir dem Universum egal” in dieses Genre ein. A hat keinen Körper und somit auch kein Geschlecht, sondern nur eine Seele, die jeden Tag in einem anderen Körper aufwacht, darunter auch lesbische, transgender und dicke Körper sowie bodies of color, wodurch die Verbindung von Körper und Seele hinterfragt werden soll. Jedoch ist der Roman nicht erfolgreich in seinem Vorhaben, da dieser sich trotzdem noch auf Heteronormativität und gesellschaftliche und diskriminierende Normen beruft.
Der Vortrag dient als Einführung in das akademische Feld der Fat Studies und wird jenes Wissen praktisch am Beispiel des Tages, an dem A den dicken Körper von Finn Taylor besucht, anwenden. Damit wird die Problematik des Romans aufgezeigt, denn es wird schnell klar, dass die Trennung von Körper und Seele es nicht schafft, Normen aufzubrechen. „Letztendlich sind wir dem Universum egal” betrachtet Identitäten, Körper, und Erfahrungen nicht intersektional. Besonders der dicke Körper von Finn Taylor, und damit dicke, männliche Sexualität, wird hier als unzumutbar und abstoßend dargestellt, was an der Einordnung des Buches als progressiv zweifeln lässt. Im Rahmen des Vortrages wird die Sprecherin Amy Wittenberg Passagen aus dem Roman und im Besonderen über das Kapitel mit Finn Taylor vorlesen.
JUDITH SCHREIER, 2017 BA in American Studies | Deutsch als Fremdsprache, z.Z. Studium MA American Studies Uni Leipzig; sie forscht über die Darstellung von dicken Körpern sowie Gender und Sexualität in (amerikanischer) Literatur und Kultur und ist zudem Fat-Aktivistin. Die Veranstaltung findet im Rahmen von „women in science“ statt. | Kooperation zwischen RGL des Stura der Uni Leipzig und der Frauenkultur | Eintritt: gegen Spende

Venue

Frauenkultur