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Friday
27
JUL

Tendencia (Cuba)

21:00
03:00
GiG Kneipe
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Tendencia
https://youtu.be/5huC6apX7tg

Tendencia - Die kubanischen Sepultura greifen an

Trotz widriger Umstände sind sechs Musiker aufgestanden ihrer kubanischen Heimat zu zeigen, wo der Hammer hängt. Auf einer Insel, deren Musiklandschaft durch Salsa und Pop geprägt ist, proben sie den Metal-Aufstand.

TENDENCIA gründeten sich 1994 und entwickelten sich von einer Trash- beeinflussten Punk-Band über eine prügelnde Death-Metal-Kombo hin zu einer modernen Metal-Band, deren Sound vor allem durch den Einsatz von latein-amerikanischer Percussion und einem Keyboard geprägt ist. Zusammen mit schweren Metal-Gitarren entsteht ein interessanter Cocktail, dessen Arrangements sehr frisch und einstückweit unkonventionell klingen. Das Sextett legt seine Songs keinesfalls alltäglich an und trotz einiger Mängel in der Produktion weiß ihr Debüt-Album „Re-Evolucion“ (System Shock) von Beginn an zu gefallen. Ordentlich groovig, und vom Feeling her mit den „Roots“-Zeiten von Sepultura vergleichbar, spielen sich TENDENCIA durch elf Songs, die sehr eigen und interessant klingen. Etwas Ähnliches habe ich zuvor noch nie gehört. Die Kubaner rocken heftig und moshen nicht minder überzeugend.


In ihrer Heimat zählt das Sextett zu den führenden Metal-Acts und nun ist es an der Zeit auch die übrige Welt zu erobern. Keyboarder und Gitarrist Kiko stand mir per Mail für einige zur Verfügung. Entgegen meiner Vermutung haben TENDENCIA nicht mit staatlicher Zensur zu kämpfen: „Unser größtes Problem ist die schlechte Ausrüstung, mit der wir proben und die fehlende Unterstützung der kubanischen Labels, die nur Salsa, Traditionelles oder Pop-Scheiß signen. Noch nie hat eine Metal Band für ein einheimisches Label aufgenommen.“ berichtet Kiko. Dennoch sind die Metal-Bands in Kuba nicht auf sich allein gestellt. Seit einigen Jahren engagiert sich die Association of Artist (AHS), für die Kiko als Sprecher tätig ist. Die AHS hilft bei der Organisation von Festivals und finanziert das erste nationale Metal Magazine JaRock de Café . Das Leben auf der Insel ist übrigens kein Zuckerschlecken: „In Kuba zu leben heißt für seine Träume kämpfen zu müssen und auf viele Notwendigkeiten des Lebens zu verzichten.“ berichtet Kiko. „Doch auch, wenn uns viele Dinge fehlen, sind wir stolz auf unsere latein-amerikanische Herkunft. Wir haben die nötige Stärke voran zu gehen und nicht zu resignieren. Am Ende werden wir die Sieger sein.“ Musikalisch haben TENDENCIA viel experimentiert und in den Jahren seit 1994 verschiedene Stile ausprobiert. Heute scheinen die Musiker ihre Passion gefunden zu haben: „Wir spielen Etno-Metal, was schon allein durch die Tatsache begründet ist, dass wir Elemente afro-kubanischer und latein-amerikanischer Musik in Metal-Sound integrieren. Wir haben von Beginn an versucht eigen zu klingen. Wenn man als Band keinen unverkennbaren Sound spielt, wird man von der internationalen Szene nur schwer wahrgenommen. Zunächst sind wir für kubanische Verhältnisse einen anderen Weg gegangen und das hat sich ausgezahlt. Wann immer man uns hört, wissen die Leute, dass das TENDENCIA sind. Die Elemente kubanischer Percussion haben wir vor allem deshalb aufgenommen, weil sie unseren Sound deutlich bereichern. Schon immer wollten wir so klingen, wie wir es heute tun.“


Textlich deckt die Band ein breites Spektrum ab. Die Kubaner fordern ein friedliches Nebeneinander aller Rassen (die Bandmitglieder sind weißer, schwarzer und indianischer Herkunft), klagen die weltweite Unterdrückung der Armen an und sprechen sich gegen organisierte Religion aus. Auch dem Tourismus stehen sie kritisch gegenüber. Nach einer englisch-sprachigen EP entschied sich die Band wieder spanisch zu singen um sich selbst größere Authenzität zu verleihen; schließlich haben sie ihre Fans im eigenen, regional begrenzten Umfeld. TENDENCIA wollen mit ihrem Publikum kommunizieren und Ideen austauschen. Ihre Insel konnte die Band bisher noch nicht verlassen, da ein solches Unterfangen für die Musiker ohne Sponsor nicht möglich ist. Es wären diesen sympathischen Jungs zu gönnen, doch auch Du kannst der Band helfen: „Wer unsere CD kauft, hilft damit nicht nur uns sondern der ganzen kubanischen Metal Szene.“
(von http://www.whiskey-soda.de)

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Venue

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