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Friday
04
MAY

Feminism and Art theory now

18:00
19:30
Haus der Kunst
Event organized by Haus der Kunst

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"Feminism and Art theory now"
Mit Griselda Pollock und Angela Dimitrakaki, moderiert von Lara Demori

1971 veröffentlichte Linda Nochlin ihren bahnbrechenden Aufsatz ‘Why Have There Been No Great Women Artists?’. Sie analysierte, wie das Geschlecht die Produktion und Rezeption von Kunst beeinflusst hat; dabei ging sie der Dominanz weißer männlicher Künstler in der westlichen Kunstwelt nach sowie dem Status von Künstlerinnen, die in der Geschichte immer wieder daran gehindert worden waren, gleiche Bildung zu erhalten und ihr Talent zu entwickeln. Sowohl Nochlin als auch Griselda Pollock stellten dabei den ‘Genie’-Begriff in Frage, der immer nur mit weißen männlichen Künstlern assoziiert war, und zeigten die Privilegien auf, die mit dieser Terminologie verbunden sind.

Mitte der 1980er-Jahre brachten Wissenschaftlerinnen wie Audre Lorde und Bell Hooks die Abwesenheit nichtweißer Frauen in feministischen Kunstdiskursen zur Sprache und wiesen auf die Wichtigkeit der Intersektionalität bei solchen Diskussionen hin. Auch Chandra Talpade Mohanty, Gayatri Spivak, Gloria E. Anzaldúa und andere plädierten für eine umfassendere feministische Analyse, die in der Lage wäre, auch Frauen aus postkolonialen Ländern einzubeziehen, die gleich doppelt 'kolonialisiert' wurden: durch imperiale und patriarchale Ideologien.

In der heutigen feministischen Kritik scheinen sich unterschiedliche Narrative derart zu durchkreuzen, dass Pollock die Beziehung zwischen 'Third Wave'- und 'Second Wave'-Feminismus mit der Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer neidischen Tochter vergleicht – in einem ödipalen Sinne. Sie stellt dazu fest: 'Um einen transregionalen demokratischen Raum für die fortgesetzte Virtualität des Feminismus zu schaffen, brauchen wir ein historisches Verständnis des Feminismus selbst, das sich von der heutigen fragmentierten Karikatur von kriegsführenden Generationen und Erneuerungswellen unterscheidet'. Neue Literatur zu dem Thema (Dimitrakaki, Lloyd), die Ansätze gesellschaftlicher Reproduktion in der Kunstgeschichte erforscht, hat in diesem Zusammenhang die Existenz 'verschiedener Feminismen' in Frage gestellt, 'um eine Art Kompromiss, eine Art Ausgleich zwischen den vielfältigen Positionen anzustreben, um Inklusivität zu erreichen.'

Die Vorträge und die Panel Diskussion fallen mit der Ausstellung ‘Kiki Smith: Procession’ zusammen. Im Mittelpunkt von Smiths Kunst steht oft eine sehr physische und beinahe gequälte Abbildung biblischer oder mythologischer Heldinnen; in diesem Zusammenhang zielt die Veranstaltung darauf ab, verschiedene Generationen feministischer Kunsthistorikerinnen miteinander ins Gespräch zu bringen und eine Diskussion über zeitgenössische Ansätze feministischer Kunstkritik und ihre Beziehung zur Geschichte des Feminismus und feministischer Kunst per se anzustoßen.

In englischer Sprache
Eintritt 5 €

Mehr Informationen unter:
https://hausderkunst.de/veranstaltungen