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Tuesday
10
APR

Adolf Südknecht – Der Aufstand: Funkenflug!

20:00
21:30
Culton Ticket
Event organized by Culton Ticket

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ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND!
Die preisgekrönte und längste Historien-Theatergeschichte der Welt zum Aufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR. Beginn der neuen Staffel der Seifenoper-Improschau in Zusammenarbeit mit Werk 2 und dem Museum in der „Runden Ecke“.

Der Einstieg, auch für eine einzelne Folge, ist jederzeit möglich!

Die Kultreihe über einen Kneipier im Wandel der Zeit, exklusiv in „Horns Erben“ in Leipzig.

Stammgäste erhalten zu jeder vierten besuchten Vorstellung 50% Rabatt an der Abendkasse!

Außerdem sind Eintritts-Gutscheine zum Sofort-Ausdrucken oder/und Sofort-Verschenken erhältlich:
http://0cn.de/Gutscheine

Zu jeder Show werden bis wenige Tage vorher Freikarten verlost: http://0cn.de/Freiekarten

Der Eintritt pro Person beträgt an der Abendkasse EUR 15,00.
Karten im Vorverkauf zum pauschalen Einheitspreis von jeweils EUR 14,30 über CULTON Tickets unter www.culton.de

Wir bieten an der Abendkasse auch Karten zu ermäßigten Preisen für EUR 10,00 an.
Ermäßigungsberechtigt sind Kinder bis 14 Jahre, Auszubildende, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Grundwehr- und Zivildienstleistende, ALG-II-Empfänger und Inhaber eines Leipzig-Passes nach Vorlage des entsprechenden gültigen Ausweises.

Beginn 20:00 Uhr. Adolf und die Seinen schenken ab 19:30 Uhr persönlich an der Theke aus!
Es besteht freie Platzwahl.

Titel der Pilotfolge: „ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND: Funkenflug!“

Adolf Südknecht (Armin Zarbock) hadert mit den Alltagsschwierigkeiten in der DDR: hohe Preise, mangelnde Ware, lange Warteschlangen, Stromabschaltungen, ausbleibende Kundschaft. Dabei immer vor Augen das Wohlstandsgefälle zu Westdeutschland, wo es Überfluss in allem gibt.

Zudem entsteht ein dramatisches Anwachsen der ohnehin seit DDR-Staatsgründung konstant großen Abwanderungsbewegung in den Westen. Nur Stammgast Dieter (Alexander Terhorst) hält Adolf die Treue.

Inzwischen ist auch Adolfs Sohn Anton (August Geyler) aus Berlin zurückgekehrt und berichtet von zunehmendem Unmut auch aus der Hauptstadt.

Der Beschluss der SED, dass die Arbeitsnormen erhöht und damit der Lohn faktisch um zehn Prozent gesenkt wird, ist der Auslöser, der den Funken zur Explosion bringt …

Pächter Adolf Südknecht gibt mit den Seinen Epochales: die Geschichte(n) ihrer Zeit, mal historisch verbürgt, mal halb wahr, mal völlig erfunden. Mit wechselnden Bühnengästen, kühner theatraler Improvisationskunst und begleitet von Livemusik laden die Südknechts zu ihrer folgenreichen Seifenoper ein.

Schauspiel: Armin Zarbock, August Geyler, Alexander Terhorst.
Musik: Claudius Bruns (Klavier), Frank Berger (Schlagzeug).

www.AdolfSüdknecht.de

ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND! wird produziert in Kooperation mit dem Werk 2 Leipzig und dem Museum in der „Runden Ecke“ Leipzig.

ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND! wird gefördert durch die Stadt Leipzig, Kulturamt und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

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HINTERGRUNDINFOS

ADOLF SÜDKNECHT – DER AUFSTAND! zeigt eine künstlerische Aufarbeitung in acht zeitlich fortlaufenden Aufführungen um die Tage des Aufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR aus Sicht einer Familie.

Das Theaterprojekt beleuchtet die Ereignisse und die Hintergründe des Volksaufstandes in der DDR, bei dem es zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten kam und der schließlich von der Sowjetarmee blutig niedergeschlagen wurde. Dabei sollen sowohl zeitgeschichtlich dokumentierte Vorgänge in Leipzig Eingang finden, als auch private fiktive Erlebnisse der Familie Südknecht.

In der theatralen Umsetzung werden die Geschehnisse in einen Bogen von acht Aufführungen gespannt, verteilt über das gesamte Jahr 2018, in dem sich im zeitlichen Spiel-Verlauf mehrere Tage um den 17. Juni 1953 erstrecken. Höhepunkte werden Open-Air-Aufführungen sein, da die Ereignisse vornehmlich auf der Straße eskalierten. Die Vorstellung am 17. Juni 2018, zum 65. Jahrestag des Aufstandes, findet vor der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in der Straße des 17. Juni statt.

Die Aufführungsserie gliedert sich ein in die seit 2012 in Leipzig gespielte Improvisationstheater-Reihe ADOLF SÜDKNECHT, in der historische Ereignisse im Umfeld einer Familie behandelt werden. Die bereits über fünfzig gespielten Episoden thematisierten zu Beginn die 1920er Jahre, setzten sich dann ausführlich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander und knüpfen nach den Nachkriegsjahren zeitlich nahtlos an die Geschehnisse um den 17. Juni 1953 an.

Neben der Hauptbesetzung mit zwei Schauspielern und einem Musiker spielen pro Episode zwei weitere Schauspieler und ein Gastmusiker mit. Zudem erfordern die Freilichtaufführungen zahlreiche Statisten. Jede Episode baut zeitlich und inhaltlich aufeinander auf, wird aber dennoch dramaturgisch in sich abgeschlossen sein. So ist für die Zuschauer ein Ein- und Ausstieg in die Theater-Reihe jederzeit möglich.

Die Schauspieler erschaffen dadurch, dass sie sich lediglich einen dramaturgischen Rahmen vorgeben und alle Texte improvisieren, eine unikate und in ihren Emotionen authentische Aufführung. Sie recherchieren vorher sorgfältig die historischen Ereignisse, um sie im Augenblick des Spiels abrufen zu können.

Das Theater ADOLF SÜDKNECHT macht mit der Aufarbeitung historischer Ereignisse und deren Folgen auf das persönliche Umfeld einer Familie Geschichte sinnlich erfahrbar und schlägt so eine Brücke in die Gegenwart. Zielgruppe ist ein Publikum ab dem jugendlichen Alter. Geplant ist weiterhin, wie in vergangenen Projekten geschehen, eine theaterpädagogische Begleitung.
Des Weiteren wird, wie immer in den vergangenen Jahren, jeder Abend aufgezeichnet und zum Abruf auf dem Adolf-Südknecht-Vimeo-Channel kostenlos zum Nachschauen bereitgestellt.

So hält das Theater ADOLF SÜDKNECHT an der bewährten Konzeption des Kneipentheaters fest und entwickelt es in behutsamen Schritten in die Zukunft weiter: „Zeitreisen aus dem Wohnzimmer der Weltgeschichte!“

Bürgerkomitee Leipzig, Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Speziell die Vorstellung am 17. Juni 2018 zum 65. Jahrestag des Aufstandes wird in Kooperation mit dem Bürgerkomitee Leipzig, dem Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, präsentiert. Die Gedenkstätte informiert in original erhaltenen Räumen der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig über die Stasi als Garant der SED-Diktatur und über deren Überwindung durch die Friedliche Revolution. Mit seiner Arbeit versucht es die Erinnerung an das SED- Unrechtsregime wach zu halten und den Tendenzen der Ostalgie entgegenzuwirken. Dies geschieht durch Veröffentlichungen, Beratung, Sammlung und Dokumentation sowie politische Bildungsarbeit, unter anderem in Form von Veranstaltungen.

Der 17. Juni 1953 ist der erste antidiktatorische Aufstand gegen die kommunistische Diktatur in der DDR, dessen Forderungen der Bevölkerung nach freien Wahlen, Freiheit und Deutscher Einheit sich allerdings erst 1989 mit der Friedlichen Revolution erfüllten. Daher ist die Erinnerung an den Aufstand auch Teil der Gedenkstättenarbeit. Weitere Informationen finden Besucher zum Beispiel als Prolog zur Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal oder auf der Website der Gedenkstätte. Erfahrbar wird die zeitliche und räumliche Entwicklung der Massenerhebung beispielhaft für Leipzig auch durch die kostenfreie Museums-App „Leipzig 1953“, die als zweisprachige Hörführung (Audioguide) in Deutsch und Englisch an 13 Originalschauplätze und drei heutige Gedenkorte führt sowie zahlreiche originale Fotos, Dokumente, Kurzbiographien zu Todesopfern sowie zeitgenössisches Ton- und Filmmaterial bietet.

Die Kooperation mit einem Theater ist für die Gedenkstätte eine wichtige Möglichkeit diesem Teil unserer gemeinsamen Geschichte in neuer und ungewöhnlicher Form zu vermitteln. So wurden auch Menschen erreicht, die nicht vordergründig zu klassischen Museumsbesuchern gehören. Außerdem können die Geschehnisse vor 65 Jahren mit dem künstlerischen Ausdrucksmittel des Theaters auf ganz neue Weise vergegenwärtigt werden.