Thursday
01
MAR

Rex Orange County | Berlin

19:00
23:00

Trinity Music

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Trinity Music

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Einlass: 19:00 // Beginn: 20:00

Mit gerade einmal 19 Jahren hat sich der aus der Grafschaft Surrey stammende Brite Alex O'Connor aka Rex Orange County ohne jede Hilfe einer Plattenfirma oder eines professionellen Managements in seiner Heimat eine große Fan-Basis aufgebaut. Seit 2015 hat er einige Songs, ein Debüt-Mixtape sowie sein erstes Album „Apricot Princess“ veröffentlicht und mit jeder weiteren Neuerscheinung seinen Ruhm beachtlich gemehrt. Die britischen Trend-Magazine wie der NME, Vice oder i-D sind alle voll des Lobes über diesen jungen Multiinstrumentalisten, der seine Musik – eine mitreißende, kaum zu kategorisierende Mischung aus Pop, Hip-Hop, Soul, Jazz und Indie – stets aus einem momentanen Gefühl erzeugt und in allen seinen Tracks höchst autobiografisch von sich selber erzählt. Profis wie etwa der BBC-DJ Zane Lowe oder der US-Rapper Tyler, The Creator, Kopf der Crew Odd Wolf Gang Kill Them All, sind bereits große Fans, nun macht sich Rex Orange County daran, auch den Rest Europas zu erobern. Am 1. März kommt er zu seinem ersten Deutschland-Konzert nach Berlin in die Kantine am Berghain.

Ursprünglich stammt Alex O'Connor aus dem kleinen Ort Graysholt in der Nähe von Haslemere in der Grafschaft Surrey, etwa 100 Kilometer südlich von London. Dort wuchs er unter sehr ruhigen, nahezu einsamen Bedingungen auf: „Ich war dort immer ein Einzelgänger“, erzählt der 19-Jährige, „schon, weil es überhaupt keinen öffentlichen Nahverkehr gab“. Zudem fand er früh intensive Beschäftigung in der Musik, und zwar nicht als Teil einer Band, sondern als Solomusiker und Multiinstrumentalist. Nach dem Schlagzeugspielen brachte er sich auch Gitarre, Keyboards, digitale Musikproduktion sowie das Singen bei und begann, eigene Songs zu komponieren. Hier wurde schnell sein eklektizistischer Stil deutlich: O'Connor interessierte sich für Hip-Hop ebenso wie für Singer-/Songwriter- oder Indie-Musik, auch Elektronik, Jazz und Soul konnten ihn begeistern – und so finden sich Elemente all dieser Genres auch in seiner Musik wieder. Bis hin zum Gesang: Es gibt Songs von ihm mit tough gerappten Strophen und hymnisch gesungenen Refrains. Für Alex, der seinen Künstlernamen einem frühen Musiklehrer verdankt, der ihn „The OC“ nannte, sind solche künstlerischen Spagate absolute Natürlichkeit. Schließlich hat er sich alles selbst beigebracht und abseits der großen Musikzentren sein ganz eigenes klangliches Universum geschaffen. Das sich auch nicht dadurch änderte, dass er im Alter von 16 Jahren an dem renommierten Londoner Musik-College The BRIT School aufgenommen und weiter trainiert wurde.

Mit seinem Debüt-Mixtape „bcos u will never b free“ sowie ersten Singles wie „Portrait of Ned“, „Belly (The Grass Stains)“ oder „Paradise“ machte der junge Mann via Soundcloud auf sich aufmerksam. Dabei wiesen diese ersten Songs und Lyrics durchweg noch eine recht düstere Färbung auf; Rex Orange County sagt später, dass dies eben eine Zeit gewesen sei, in der es ihm nicht gut ging. „Und meine Musik soll stets das Ziel verfolgen, meinen Hörern klar zu machen, was um mich herum abgeht und wie ich mich fühle.“

Seit er nun vor rund eineinhalb Jahren seine aktuelle Freundin Thea traf, ebenfalls eine begnadete (Jazz-)-Sängerin, und mit ihr und ihrer Familie in Südlondon wohnt, geht es Alex O'Connor wahnsinnig gut. Dies hört man entsprechend auch seinem selbstvertriebenen und selbstproduzierten Debütalbum „Apricot Princess“ an, ein Album, das sich nahezu ausschließlich mit seiner Liebe zu seiner Freundin und der gemeinsame verbrachten, extrem guten Zeit beschäftigt. Es ist ein extrem fröhliches, positives, ja euphorisches Werk, eine Feier einer jungen Liebe – und ein Stück Musik zwischen allen stilistischen Stühlen, das dazu führt, dass man Rex Orange County in England bereits bescheinigt, der Prototyp eines neuen jungen Künstlers zu sein, der abseits aller üblichen Vertriebskanäle von Musik sein ganz eigenes Ding macht.


Bild: © Live Nation