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Saturday
03
NOV

Adama Dramé - Solokonzert

20:00
21:00
Raum für Rhythmische Impulse
Event organized by Raum für Rhythmische Impulse

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Er ist wieder da! 2010 begeisterte Adama Dramé, »Le Géant du Djembe«, in Saarbrücken das Publikum mit seinem außergewöhnlichen Djembespiel.

EINE DJEMBE, ZEHN FINGER UND TAUSEND KLÄNGE

Adama Dramé aus Burkina Faso entfacht mit seinen Händen ein Klangfeuerwerk! Kaum berühren seine Finger die Djembe, scheint er mehr Hände zu haben, die Trommel mehr Klänge.

Ein Artikel von 2010 aus der »Wümme-Zeitung«, geschrieben von Sandra Binkestein, beschreibt einen Konzertbesuch:

“Schnell ist Adama Dramé tief versunken im Zwiegespräch mit seinem Instrument. Erst erzählen sie sich Geschichten, plötzlich wird daraus ein Streitgespräch. Harte, kurze Schläge, schnell und präzise wie kaum ein Ungeübter sie ausführen könnte, folgen rasantem Fingerklopfen, mal streichelt er die Trommel, mal tippt er mit den Fingernägeln auf den Rand. Und das nicht immer mit beiden Händen, er beherrscht das Multitasking des Trommelns. Während die eine Hand schlägt, macht die andere etwas ganz anderes – alle zehn Finger scheinen unabhängig an einem faszinierend facettenreichen Rhythmus zu arbeiten. Wenn das Publikum glaubt, es ginge nicht rasanter, lässt Dramé das Trommelfeuer erneut auflodern, schneller und schneller fliegen seine Hände über die Trommel.

An der Djembé sind goldene Rasseln befestigt, mit einem kurzen Fingerstreich entlockt Dramé ihnen ein süßes Klirren. Adama Dramés zweites Instrument ist sein Gesicht, er lässt seine Mimik tanzen, voller Hingabe. Der Virtuose aus Burkina Faso hat die Djembé fest zwischen seinen Beinen eingeschlossen, die Klänge tief in sein Herz. Im Zwiegespräch mit der Trommel schaut er mal angespannt, mal genießend, auffordernd, erwartend oder bestimmt. Seine erstickten Schreie, platziert wie Trommelschläge, heizen das Trommelfeuer weiter an. Dramé quietscht, er winselt, beißt sich auf die Lippe, fühlt die Musik.

Irgendwann macht er die Augen zu, er ist längst allein mit seiner Trommel, das sieht man ihm an. Hochkonzentriert zaubert er eine atemberaubende Klangvielfalt aus dem, was er hat: eine Trommel und zehn Finger. So präzise führt er die Schläge aus, bei denen keiner ist wie der andere. Er spielt sich in einen Trancezustand. Wenn man die Augen schließt, sieht man mehrere Männer, die an Trommeln sitzen, ein afrikanisches Orchester, und ein ganzes Dorf, das wild tanzend um die Musiker herumwirbelt. Doch da ist nur er, der Virtuose aus Burkina Faso. Wild umher tanzt nur eine Hornisse, die sich ins Forum der Oberstufe verflogen hat. Im Publikum wippt der ein oder andere mit dem Fuß, den meisten steht pure Faszination ins regungslose Gesicht geschrieben.

Nach einiger Zeit folgen die Zuschauer dem Musiker dorthin, wo er längst ist: in Trance, in ein Land der Klänge, die Außenwelt ist weit weg. Neben ihm auf der Bühne stehen Adama Dramés Schuhe. Er hat sie ausgezogen und damit das Leben abgestreift, das ihn daran hindern könnte, nur in diesem Moment zu sein und die Klänge zu fühlen. Erst, als er eine lange Geschichte mit seiner Musik erzählt hat, streichelt er über das Fell, öffnet die Augen, zeigt ein strahlendes Lächeln und greift zur Wasserflasche. Es ist nicht nur die Musik, der Mann ist ein Gesamtkunstwerk.”

Eintritt: 18 Euro
Einlass: 19:30 Uhr
Bitte Platz reservieren unter:
www.karin-graf.com