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Monday
04
JUN

S-Forum 2018: Dr. Antonia Rados

19:00
21:00

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Alle Menschen haben Angst, wer keine Angst hat, ist kein Mensch.“ Diese einfache Regel gilt in Kriegs­gebieten, wie Antonia Rados immer wieder im Irak oder Afghanistan fest­stellt.
Wie der Einzelne mit seiner Angst umgeht, ist aber eine andere Sache. „Ich habe schon so einige Über­rasch­ungen erlebt“, sagt die Kriegs­re­por­terin. „Helden sind jedoch über­all eine Selten­heit und das ist gut so, denn die Grenze zwischen einem Idioten, der glaubt, er schafft alles und einem Helden ist klein.“
Menschen, die sich jedoch frei­willig wie Reporter/­innen in Gefahr bege­ben, müssen darüber hinaus eine wichtige Grund­regel beachten. Sie wurde schon vor Jahr­tau­sen­den vom griechischen Philo­sophen Aristoteles fest­gelegt: „Der Mensch kann über­haupt nur Gefahren bewäl­tigen, auf die er vor­bereitet ist.“
Das bedeutet, dass Kriegsjournalisten vor jeder Reise, jeder einzelnen Ausfahrt Infor­mationen sammeln müssen, um heraus­zu­finden, wo Ge­fahren drohen und welche. Nicht immer ist das möglich. Ob die Infor­mationen, die man erhält, über­haupt richtig sind, ist ein weiteres Hinder­nis. Denn was heute als „fake news“ bezeich­net wird, ist in Kriegs­ge­bieten seit langem die Regel - gezielt falsche Infor­mation, um Leute in Fallen zu treiben. Im Krieg nennt man sie Propa­ganda und Gerüchte.
Die Grund­kennt­nisse und historischen Ent­wick­lungen einer Region und eines Landes, wo Krieg herrscht, zu kennen, ist eine Voraus­setzung, um zu über­leben. „Mit Vor­ur­teilen allein“, so Antonia Rados, „kommt man nirgends weiter.“
In ihrem Vortrag berichtet die Kriegs­re­porterin von ihrem Alltag und seinen Über­raschungen und wie man sich als Frau durch­setzt oder nicht.
Weiter berichtet sie über die Menschen im Nahen Osten, den sie seit über dreißig Jahren bereist - trotz aller Gefahren eine Region, in der unent­wegt auch Welt­geschichte geschrieben wird.