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Wednesday
11
APR

Landkino im Marabu: I Am Not Your Negro

20:15
23:15
Kultur Marabu Gelterkinden
Event organized by Kultur Marabu Gelterkinden

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I Am Not Your Negro ist ein Dokumentarfilm von Raoul Peck (Drehbuch, Regie). Das unvollendete Manuskript Remember This House von James Baldwin (1924–1987), gesprochen vom Schauspieler Samuel L. Jackson, ist die Grundlage für Pecks filmische Collage aus Ausschnitten der Medienberichterstattung vor allem der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in der er dem weißen Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft nachspürt.

Der Film beleuchtet die Situation der People of Colour in den Vereinigten Staaten von Amerika – dabei spricht Baldwin fast durchgehend von Negroes – Negern und verwendet fast nie das Wort black oder coloured American. Gegenpol ist das Amerika der Weißen; andere Minderheiten neben dem Neuntel der Afroamerikaner werden nicht thematisiert.

Der an den Kassen erfolgreiche Film hatte seine Premiere 2016 auf den Internationalen Filmfestspielen Toronto und erhielt eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Der Kinostart in den USA war am 3. Februar 2017. In Deutschland wurde er bei arte am 25. April 2017 im Hauptprogramm gezeigt, wobei das Archivmaterial im Originalton mit deutschen Untertiteln gezeigt, die Off-Stimme hingegen durch die eines deutschen Sprechers ersetzt wurde.

«Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text ‹Remember This House›. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Bürgerrechtler-Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weisse Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart,

Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität.»
Berlinale 2017

«Beseelt vom gerechten Zorn über die Verhältnisse und gepaart mit kraftvoller Lust an Aufklärung gelingt Regisseur Raoul Peck ein brennend aktueller Essayfilm. Sein brillant komponierter Rückblick auf die Ära der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung sowie das Leben und Werk des verstorbenen afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin erschüttert. Unmissverständlich zeigt der gebürtige Haitianer, dass Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Rassismus und Klassenunterschiede keineswegs durch globalen Neoliberalismus verschwunden sind.»
Luitgard Koch, Programmkino.de - Kinomagazin der deutschen Arthouse- und Programmkinos 2017

Türöffnung ab 19:45 Uhr

Tickets
Abendkasse: Fr. 15.-
Schüler, Lehrlinge und Studenten (mit Ausweis): Fr. 12.-