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Sunday
29
APR

Der Graf von Luxemburg

16:00
18:00
Landestheater Niederbayern
Event organized by Landestheater Niederbayern

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Verlorene Seelen im Walzertakt
„Der Graf von Luxemburg“ feiert Premiere am Landestheater

Die Uraufführung des „Grafen von Luxemburg“ hatte bereits 1909 in Wien stattgefunden und war ein beispielloser Erfolg für Franz Lehár, der sogar den seiner „Lustigen Witwe“ übertraf. Lehárs Kreativi-tät kannte keine Grenzen, er erfand himmlische Melodien, die sich dem Hörer sofort einprägen: „Lie-ber Freund, man greift nicht nach den Sternen“, „Bist du’s, lachendes Glück“ oder „Es duftet nach Trèfle incarnat“. Premiere im Passauer Stadttheater ist am 3. Februar 2018 um 19.30 Uhr.
Der Graf René von Luxemburg und die Sängerin Angèle sind zwei verlorene Seelen. Er führt das sinn-entleerte Leben eines Adligen, sie eine unsichere Künstlerexistenz. Als sie sich zum ersten Mal be-gegnen, können sie sich nicht sehen, stattdessen hören, riechen, ertasten sie einander nur. Doch eine gegenseitige Anziehung ist sofort da und wird im Verlauf des Stückes immer stärker. Am Ende müs-sen die zwei Verliebten feststellen, dass sie – ohne es zu wissen – bereits miteinander verheiratet sind.
Die heute gängige Fassung stammt aus dem Jahre 1937, in der Lehár für eine Berliner Aufführungsse-rie einige Veränderungen vornahm und viele Anspielungen auf die Hektik der modernen Zeit verar-beitete. Dies brachte den Regisseur Stephen Medcalf auf die Idee, die Handlung ebenfalls in die 1930er Jahre zu verlegen. Da es zu dieser Zeit keine bedeutende russische Aristokratie mehr gab, macht er die russischen Charaktere des Stücks zu Engländern und verlegt die Handlung um Standes-unterschiede und Adelstitel in die Zeit der Abdankung Edward VIII., der wegen der Liebe zu der zwei-fach geschiedenen Wallis Simpson 1936 auf den Thron verzichtete. Die elegante 30er-Jahre-Kostüme der Ausstatterin Cordelia Chisholm, die auch die Bühne entwarf, enthalten liebevolle Anspielungen auf die heutigen Royals. In den Hauptrollen sind zu erleben: Maria Pitsch (Angèle Didier), Jeffrey Nar-done/Victor Campos Leal (René Graf von Luxemburg), Peter Tilch (Basil Basilowitsch), Emily Fultz (Juliette Vermont) und Mark Watson Williams (Brissard). Es singt der Chor unter der Leitung von Eleni Papakyriakou, es spielt die Niederbayerische Philharmonie unter der Leitung von Kapellmeiste-rin Margherita Colombo.