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Thursday
19
APR

Vernissage Dr. Wolfgang Vollrath - "En Passant"

19:00
21:00
Lars Netopil Classic Cameras
Event organized by Lars Netopil Classic Cameras

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Dr. Wolfgang Vollrath, Jahrgang 1949, wurde die Beschäftigung mit der Fotografie, insbesondere mit der Leica, sozusagen schon in die Wiege gelegt. Sein Vater war Bildreporter bei der Rhein-Zeitung in Koblenz (und fotografiere mit der Leica!), seine Mutter führte eine Foto-Drogerie. Schon vor seiner Promotion in Physik in 1979 hatte er sich erfolgreich um eine Stelle in der Optikrechnung bei Leitz in Wetzlar beworben und schon 1981 bekam er die Verantwortung für das neue zentrale Rechenbüro Optik übertragen. Nach der Gründung von Leica in 1990 setzte er seine berufliche Laufbahn als Leiter der Optikentwicklung in der Halbleitergeschäftseinheit von Leica Microsystems fort und wechselte mit dieser in das ausgegründete Unternehmen Vistec und mit diesem zu KLA-Tencor.

Fotografisch war Wolfgang Vollrath während all dieser Jahre aktiv und seine Ausrüstung wechselte von einer anfänglichen Leica M2 zur Leica M4, Leicaflex SL, Leica R4, Leica R8 mit DMR, Leica M6, Leica M8, Leica 240 – um letztendlich alles zu verkaufen, um heute ausschließlich mit der Leica SL zu fotografieren.
Zum Fotografieren gehört für Wolfgang Vollrath nicht nur das Bilder aufnehmen und bearbeiten, sondern auch das eigenständige großformatige Ausdrucken auf Fine Art Papier oder Leinwand mit seinem EPSON Stylus Pro 9900.

„En Passant", so der Titel seiner Ausstellung und er beschreibt gleichzeitig genau seine Art des Fotografierens: mit offenen Augen durch die Welt gehen, die Kamera dabei haben und aus seiner Sicht „spezielle“ Motive erkennen, entdecken und fotografieren. Speziell heißt dabei für ihn: es muss etwas Besonderes in der Kombination von Farbe, Formen und Strukturen enthalten sein. Die Ausstellung enthält keine Fotos, für die er gezielt auf Motivsuche unterwegs war. Fast alle sind Zufallsfotos, die im Urlaub, beim Spazierengehen, Wandern, auf Geschäftsreisen, beim Stadtbummel, … entstanden sind – also „en passant – im Vorübergehen“.

Ein Beispiel ist das Modepuppenbild „Außergalaktische Schönheit“, aufgenommen mit der Leica S2 bei einem Shoppingbummel mit seiner Frau in Bonn. Hier passte wieder alles zusammen: keine Reflexe in der Schaufensterscheibe, hinter der die Puppe stand, idealer Lichteinfall bezüglich Licht und Schatten und die Bekleidung der Puppe, die zu einer fast monochromen Aufnahme führt. Hinzu kommt noch der Zufall, dass Dr. Vollrath gerade für diesen Tag die Leica S2 bei Leica Camera ausgeliehen hatte und später wegen der hohen Pixelauflösung (und Abbildungsqualität des Objektivs) selbst einen starken Ausschnitt noch auf 70 x 180 cm wie ausgestellt vergrößern konnte.

Für ihn gehört die nachträgliche Bildbearbeitung untrennbar zum Fotografieren dazu und hat für Dr. Vollrath mit einer Verfälschung des Bildes nichts zu tun – im Gegenteil:

"In dem Moment, wo das Licht auf den Film/Sensor fällt und dort „gespeichert“ wird, ist schon alles verfälscht. Kein Sensor hat die gleiche spektrale Empfindlichkeit des Auges. Hinzukommt: den wesentlichen Teil dessen, was der Mensch mit dem Auge sieht, steuert das Gehirn bei. Und dazu gehören auch die Emotionen. All das ist im Film-/Sensorbild nicht enthalten. Es sollte/muss aber meiner Meinung im gezeigten Bild zur Geltung kommen, sonst zeigt das Bild nicht das, was ich bei der Aufnahme gesehen und empfunden habe. Das Bild wäre also in diesem Sinne verfälscht, wenn ich es nicht entsprechend bearbeitet hätte."