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Tuesday
24
APR

Jemen – der ignorierte Krieg (mit Ali Al-Dailami)

18:30
20:30
Linksjugend 'solid - Essen
Event organized by Linksjugend 'solid - Essen

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Vor drei Jahren, im März 2015, begann eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz ihren bis heute andauernden und immer weiter intensivierten Krieg gegen den Jemen, dem nach UN-Angaben bereits über 10.000 Zivilpersonen zum Opfer gefallen sind. Laut der Hilfsorganisation Oxfam sind 22,2 Millionen Menschen und damit drei Viertel der gesamten jemenitischen Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen, 11,3 Millionen Menschen sind in akuter Not. Fast drei Millionen Jemeniten befinden sich auf der Flucht im eigenen Land. Ein Verlassen des Landes ist so gut wie nicht möglich. Über 900 000 Jemeniten sind an Cholera erkrankt, es handelt sich dabei um den weltweit größten bisher erfassten Ausbruch und über 2 200 Menschen sind bereits an den Folgen gestorben. Laut den Vereinten Nationen droht im Jemen die größte Hungersnot, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt hat.
Im November 2017 forderten mehr als 20 internationale Hilfsorganisationen die Aufhebung der Blockade der Luft-, Land- und Seeverbindungen in den Jemen. Diese sei maßgeblich ursächlich für den Hungertod, der Millionen weiteren Jemeniten drohe. Flughäfen und Häfen müssten wieder geöffnet werden, damit Lebensmittel, Benzin und Medikamente ins Land transportiert werden könnten.

Aber worum geht es eigentlich in diesem Krieg? Und wie ist die Beteiligung Deutschlands zu bewerten? Was können wir tun? Referent ist Ali Al-Dailami aus Gießen, der im Jemen geboren wurde und heute dem geschäftsführenden Parteivorstand der Partei DIE LINKE angehört sowie dem Kreisverband Gießen vorsteht.