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Wednesday
11
APR

Antisemitismus von links?

19:00
21:00
linXXnet
Event organized by linXXnet

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Der eliminatorische Hass auf Juden ist kein historisches Phänomen einer kurzen, barbarischen Phase von zwölf Jahren, sondern ein fast zweitausend Jahre andauerndes Kulturphänomen, tief verwurzelt im abendländischen Denken und Fühlen. Der moderne Antisemitismus, artikuliert als Antisemitismus trotz und wegen der Shoah, als Antizionismus und regressiver Antikapitalismus, fußt ungebrochen auf dieser Judenfeindschaft.

Da antisemitisches Denken heute primär der projektiven Bekämpfung sozialer Konflikte und den unbeherrschten Dynamiken des Kapitalismus dient, stellt es auch einen integrativen Bestandteil linker Diskurse dar. Lässt sich nun eine Traditionslinie von Aufsätzen in der Roten Fahne über „Die Judenfrage“, den Brandanschlägen linker Terrorgruppen auf jüdische Einrichtungen oder die Flugzeugentführung von Entebbe ziehen bis hin zu antisemitischen Ausschreitungen durch Teilnehmer*innen einer Solid-Kundgebung gegen Israel in Essen?

Neben der Klärung dieser Frage wollen wir uns im Workshop einen Überblick über antisemitische und antizionistische Akteur*innen und Netzwerke im Dunstkreis der Linkspartei verschaffen sowie mögliche Ansätze einer emanzipatorischen Gegenstrategie diskutieren.

Felix Schneider, M.A. studierte Germanistik in Köln und Chemnitz. Heute arbeitet er als Oberschullehrer in Bautzen.

Wann? Am 11.04.18 um 19 Uhr
Wo? Im Linxxnet
Wer bleibt draußen? Antisemit_innen, Sexist_innen, Trans- und homphobe Personen, AfD-Fans und sowie alle anderen Vertreter_innen menschenfeindlicher Ideologien

Venue

linXXnet