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Tuesday
10
APR

Ein Beitrag zur Geschlechterthematik – Auf Augenhöhe zueinander

19:00
22:00
PARCADEMY
Event organized by PARCADEMY

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In den siebziger Jahren trugen Feministinnen lila Latzhosen und hatten rot gefärbte Haare. Das sah offenbar so furchtbar aus, dass es noch heute zu einem Unbehagen führt, wenn das Wort „Feministin“ fällt. Außerdem hatten die Feministinnen vor lauter Wut immer etwas furchtbar Intensives an sich und verdarben garantiert die gute Laune, geschweige denn war ein Anreiz zu einer tieferen Auseinandersetzung gegeben. Und dann verfügten sie auch noch über eine besonders feine Wahrnehmung und warfen arglosen Männern aus heiterem Himmel ständig schreckliche Dinge vor, wenn die doch nur versucht hatten, nett zu sein.

Fünfzig Jahre später: Fahrrad-Kuriere, die sich die Beine rasieren, geschirrspülende Väter in der Werbung „Powerfrauen“, „Neue Väter“, die Windeln kaufen, Politiker, die emsig „Wählerinnen“ sagen, Frauen mit Beruf und Kind, jede zweite Woche ein Karriere-Special in den Frauenmagazinen und richtige Heldinnen im Film, die nicht bloß Frauen als Aufputz an der Seite des Hauptdarstellers.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde viel für Frauen erreicht. Das Frauen Thema wurde auch unbeschwerter, aber das heißt sicher nicht, dass jetzt immer überall alles gut ist. Je instabiler die globalen Rahmenbedingungen und unsicherer die Berufswelt, umso mehr entsteht das Bedürfnis nach einer soliden Privatsphäre. Der Trend zum Lebensstil ist konservativ. Studien untermauern, dass der Großteil der 15-18 Jährigen ein traditionell, konservatives Familienbild haben – Heirat mit inbegriffen. Die Journalistin Angelika Hager (Polly Adler) verwendet bereits Begriffe wie „Retroweibchenalarm!“ Es werden Gedanken laut, wie wir die kommende Generation vor einem unbewussten Rückfall in tradierte Rollenbilder bewahren. Auch der Kabarettist Günther Paal (Gunkl) sieht die Situation zwischen den Geschlechtern, „noch lange nicht so stabil wie uns das vorkommt.“

Jeder Mensch hat das Recht auf die Entwicklung seines höheren Selbst. Dieser Vortrag versteht sich als Beitrag zu einem respektvollen, konstruktiven und vor allem liebenswerteren Umgang, hin zu einem wahrhaften MITEINANDER im Sinne einer GEMEINSAMEN Zukunft von Männern und Frauen auf Augenhöhe.

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Christina Prisching, Ökonomin und Vertreterin des Radikalen Konstruktivismus, geboren am 23. Oktober 1972 in Bad Aussee. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Graz und San Francisco/Berkeley, war sie im Gesundheitsbereich und in der Energiewirtschaft tätig. Diese beruflichen Österreich spezifischen Branchenerfahrungen wurden 2003 mit der Promotion im Bereich Risikomanagement (Karl-Franzens Universität Graz) und 2005 mit dem Abschluss zur akademischen Krankenhausmanagerin (Wirtschaftsuniversität Wien) untermauert. 2010 erfolgte eine Vertiefung im Bereich der Wirtschaftspädagogik (Wirtschaftsuniversität Wien).

Das gesammelte Know How mündete in den letzten 6 Jahren in einem wissenschaftlichen Projekt, dass sich mit der Entwicklung eines Modellstaates, der sich mit aktuellen volkswirtschaftlichen Fragestellungen lösungsorientiert auseinandersetzt. Natürlich ist ein wichtiger Teilbereich, einer möglichen Sichtweise einer Geschlechterthematik auf Augenhöhe gewidmet.

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Dienstag | 10.04.2018 | 19 Uhr
UnternehmerInnenzentrum Rochuspark
Erdbergatraße 10 | Innenhof
1030 Wien

Eintritt: frei
Austritt: freiwillige Spende

Venue

PARCADEMY