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Sunday
08
APR

Flüchtlingsgespräche und Lesvos: the Beautiful Prison

19:00
22:00
Regenbogenfabrik
Event organized by Regenbogenfabrik

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Doppelvorstellung:
FLÜCHTLINGSGESPRÄCHE (2016) LESVOS: THE BEAUTIFUL PRISON (2017)

FLÜCHTLINGSGESPRÄCHE, Berlin 2016, 25 Min.
Ein Film von Nicol König und Wolfgang Thies

Im Laufe des Jahres 2015 kamen – für die meisten, wie es hieß, unerwartet – so viele Geflüchtete nach Deutschland wie seit dem Ende des 2. Weltkriegs nicht. Wir haben einige von ihnen getroffen, eine Reihe Interviews geführt – überwiegend im Berliner Lageso, wo sich die einzige Registrierungsstelle der Stadt befand und aufgrund vorgeblichen Personalmangels faktisch administrative Unvernunft regierte.

Die Begegnungen und Gespräche – so unterschiedlich sie waren – vermittelten uns eine Vorstellung vom gegenwärtigen Krieg und Terror, der existentiellen Unsicherheit zahlloser Menschen, noch im Lageso, das als zunächst letzte Station eines Fluchtwegs zeitweise wie extraterritoriales Gebiet wirkte, in dem Unrecht und Recht aufeinander stießen und Gesetz und Gewalt gleichzeitig herrschten. Die Erzählungen vergegenwärtigten auch den Anspruch, den die Vergangenheit an uns richtet, denn „Ist nicht in Stimmen, denen wir unser Ohr schenken, ein Echo der nun verstummten?“

LESVOS: THE BEAUTIFUL PRISON, Lesvos 2017, 55 Min.
Ein Dokumentarfilm von Laura Heinig

Der Dokumentarfilm folgt den Geschichten und Erfahrungen von fünf Frauen auf der griechischen Insel Lesbos im Jahr 2017 und erzählt von einer einzigartigen Situation aus verschiedenen Perspektiven – Geflüchtete, Einheimische und freiwillige Helferinnen erzählen, was sie erlebt haben. Von katastrophalen Bedingungen im Camp Moria, aber auch vom Leben außerhalb des Camps. Hier schaffen Einheimische, Neuankömmlinge und AktivistInnen in Gemeinschaftsküchen, besetzten Gebäuden und auf der Straße gemeinsam Raum für Freiheit, Würde und Autonomie. Die Erfahrung der Solidarität bringt ein Geben und Nehmen auf allen Seiten, verändert und bereichert.

Nach wie vor dürfen die meisten der Geflüchteten die Insel nicht verlassen, seit nun zwei Jahren leben sie ein perspektivloses Leben unter unmenschlichen Bedingungen. Aber auch die alternativen Strukturen wachsen weiter und nach wie vor engagiert sich eine große Zahl Menschen auf Lesbos – auch wenn ihre Arbeit durch die zunehmenden staatlichen Repressionen immer schwieriger wird