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Wissenschaftsfreiheit in der Türkei?

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Im Juni 2015 begann die türkische Regierung unter dem Vorwand der Antiterrorbekämpfung eine großangelegte Militäroperation in den kurdischen Siedlungsgebieten in der Türkei. Hierbei wurden ganze Stadtteile und Viertel mit schweren Waffen des Militärs angegriffen und zerstört. Die UN wirft der Türkei massive Menschenrechtsverletzungen an der kurdischen Bevölkerung vor, da insbesondere ZivilistInnen Opfer der Angriffe wurden.

Die Initiative „Akademiker für den Frieden“ wendete sich öffentlich gegen diese Verbrechen und forderte eine friedliche Lösung des Konflikts. Über 2.000 renommierte WissenschaftlerInnen und wissenschaftliche Institutionen aus der ganzen Welt unterzeichneten den Aufruf und gerieten hierfür ins Visier der türkischen Justiz. Einer von ihnen war der Kölner Soziologe Dr. Sharo Garip, der infolge seiner Unterschrift zwei Jahre einer Ausreisesperre in der Türkei unterlag und erst vor wenigen Monaten nach Deutschland zurückkehren konnte.

Seit seiner Rückkehr ist es Dr. Sharo Garip ein besonderes Anliegen, über seine persönlichen Erfahrungen als Akademiker in der Türkei und die aktuellen politischen Entwicklungen im Land zu sprechen und aufzuklären.

ZUR PERSON
Dr. Sharo Garip ist ein deutscher Soziologe mit kurdischen Wurzeln. Er war von 2014 bis 2015 Assistenzprofessor an der Universität Van (Türkei) und arbeitet seit 2018 als Fellow an der Universität Duisburg-Essen und Köln.