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Tuesday
17
APR

Ute Daniel: Fake-News – historisch betrachtet

18:30
20:00

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Fake-News – historisch betrachtet

Vortrag und Gespräch von und mit Ute Daniel

Ein wesentlicher Aspekt, der die Presse der Weimarer Republik kennzeichnete, war ihre politisch-ideologische Zerklüftung. Zeitungsleser sahen sich von einem Meer von Fake-News umgeben, aus dem sich als einziges festes Land die eigene Zeitung, das eigene politische Milieu erhob. Die krasse Fraktionierung der medialen Landschaft erwies sich als ein destabilisierendes Element für die Republik. Zu Recht sind heute die „Echoräume“ der neuen Medien, insbesondere von Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken, in die Diskussion gekommen. Dennoch liegen Welten zwischen den 1920er und den 2010er Jahren. Die Fragmentierung der Presselandschaft ist nur noch in milder Form vorhanden, weil die politische Verfeindlichung stark zurückgegangen ist. Dieser Prozess ist aber nicht unumkehrbar.

Ute Daniel ist eine der profiliertesten deutschen Kulturhistorikerinnen und Professorin für die Geschichte des 19./20. Jahrhunderts und der Frühen Neuzeit an der TU Braunschweig.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe "Wie gegenwärtig ist die Vergangenheit?" anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Doraund und wird gefördert durch „Denk Bunt“, das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.