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Thursday
05
APR

Befreiung zur Zukunft und Erinnerung

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Für viele Menschen ist es plausibel, dass nur der in die Zukunft schauen kann, der seinen Blick von der Vergangenheit abwendet. Zukunftsfähigkeit scheint die Loslösung von den Fesseln der Tradition vorauszusetzen.

Als Folge eines so verstandenen Begriffs der Geschichte als linearem Fortschritt hat sich gezeigt, dass die Erinnerung an die Vergangenheit missbraucht wird. Zugleich wird das zukünftige Glück der kommenden Generationen zu einem technischen Projekt depotenziert. Der christliche Glaube sieht dagegen eine unauflösliche Verbindung von Zukunft und Vergangenheit. Die Überwindung von Mangel und Not, von Unfriede und Hass gewinnt ihren weitest möglichen Horizont in der Erinnerung an die geschichtliche Befreiungstat Gottes. Sie ist in Kreuz und Auferstehung Jesu geschehen. Der Glaube vertraut darauf, dass unabgegoltene Hoffnungspotenziale vergangener Generationen auch für unsere Gegenwart bedeutsam und wirksam sind. Deswegen erwarten Glaubende von der Zukunft mehr als nur eine Verlängerung der Gegenwart mit technischen Mitteln.

Welche Praxis entspricht der aus dem Glauben gewonnenen Zuversicht? Erhält die Kirche daraus die Legitimation, sich einer Instrumentalisierung der Geschichte für eine menschenverachtende Politik entgegen zu stellen? Und wie kann man sich erinnern, wenn eine Gesellschaft nicht aus dem Glauben ihre Hoffnung nimmt?

Die Referenten im Gespräch:
Prof. Dr. Knut Wenzel ist Professor für Systematische Theologe am Institut für katholische Theologie der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main.
Dr. Joachim Klose ist Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer- Stiftung für Sachsen und Moderator der AG „13. Februar“.