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Tuesday
05
JUN

Ist Religion politisch?

19:30
21:00

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Religion zwischen Privatsache und Öffentlichkeit

Ist die Kirche überhaupt legitimiert, zu «weltlichen Dingen» Stellung zu beziehen? Bei den jüngsten Debatten in der Schweiz etwa über die Abschaffung der Kirchensteuer, Trennung von Kirche und Staat, Unternhemenssteuerreform oder auch über den Umgang mit Flüchtlingen lautete das zentrale Argument der Gegner eines öffentlich-politischen Engagements der Kirchen, in säkular-liberalen Gesellschaften sei die Religion Privatsache und die Kirchen für das Kultische und Transzendente zuständig. Aus der christlichen Botschaft, so das Gegenargument, folge ein eindeutiges Votum für eine in der Öffentlichkeit sichtbare und kritisch engagierte Kirche.

Das Ziel des Vortragsabends ist es, im Rahmen von zwei Impulsreferaten zunächst das Konzept der öffentlichen Rolle der Kirche aus katholischer und evangelisch-reformierten Perspektive aufzuzeigen. In der anschliessenden Podiumsdiskussion mit den beiden Referenten unter der Leitung von Samuel Behloul wird es einerseits darum gehen, zu diskutieren, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede hinsichtlich der Frage des öffentlichen Engagements von Kirche zwischen der katholischen und der evangelisch-reformierten Perspektive bestehen. Andererseits soll auch die Frage diskutiert werden, worin eine zukünftige öffentliche Rolle von Kirchen aber auch von anderen Religionsgemeinschaften in der Schweiz bestehen kann.