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Piątek
23
MAR

Waks - Yiddish voices

19:00
21:00
Detlefsen-Museum Glückstadt
Event organized by Detlefsen-Museum Glückstadt

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Jiddische Lieder aus den Wachswalzen-Archiven von Sophia Magid und Moishe Beregowski - Wiedergefundene Stimmen und Lieder aus einer versunkenen Welt.

Menschliche Stimmen über einen Trichter und eine Membran als Schallschwingungen auf eine Wachswalze zu übertragen, ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. So entstandenes Material erlaubt eine fast intime Nähe zu Menschen, die vor etwa 90 Jahren gelebt und gesungen haben. Ihre Schwingungen übertragen sich auf uns heute.
Bei dem Material, das das Ensemble WAKS inspiriert hat, handelt es sich um eine Sammlung jiddischer Lieder aus Feldforschungen, die die beiden Musikwissenschaftler Sophia Magid und Moishe Beregowski zwischen 1928 und 1941 in der Sowjetunion durchgeführt haben. Die Lieder wurden auf Wachswalzen-Phonographen aufgezeichnet, die wunderbarer Weise den Krieg überdauert haben und 2008 von Potsdamer Musikwissenschaftlern transkribiert und bearbeitet wurden.
Die Persönlichkeiten, die sich hinter den Stimmen erahnen lassen, sind ergreifend und lassen einen nicht mehr los. Es handelt sich um Menschen, die jiddische Lieder auf ihre ganz persönliche Art und Weise vorgetragen haben. Sie sprechen zu uns durch 80 Jahre bewegter Geschichte hindurch. Diese Art der Überlieferung ist ein sehr fragiler Vorgang: bei mehrmaligem Abspielen kann das Medium jederzeit verstummen.
Immer wieder muss man die originalen Tonaufnahmen hören, um die individuellen Stimmen, die Authentizität und der persönliche Ausdruck im Vortrag der Sängerinnen und Sänger zu spüren.
Dabei zeigt sich ein breites Spektrum von persönlicher Gestaltung: Schlichtheit, Selbstbewusstsein, Energie, tief empfundene Religiosität, Mitgefühl, Ausgelassenheit – um nur einige Charakteristika zu nennen. Allen gemeinsam sind die Freude an Melodien und stimmlichem Ausdruck sowie der Stolz auf das überlieferte jiddische Liedrepertoire. Die Lieder geben darüber hinaus einen lebendigen Eindruck von der Situation der jüdischen Bevölkerung in der frühen Stalinzeit.
Bei der Sängerin Inge Mandos entstand der Wunsch, mit den Originalstimmen zusammen die alten Lieder zu singen und neu zu interpretieren, damit gleichsam Gestern und Heute zu verbinden. Sie will den Sängerinnen und Sängern, die zwischen 1928 und 1941 aufgenommen wurden und deren Schicksal uns nicht bekannt ist, ihre Stimme leihen und diese Menschen und ihre Lieder damit wieder zum Leben erwecken.
Mit Inge Mandos (Gesang), Klemens Kaatz (Piano, Akkordeon, Indisches Harmonium) und Hans-Christian Jaenicke (Violine)

Eintritt: Vvk 12,00 €, Abendkasse 14,00 €
Vorverkauf: Detlefsen-Museum in Glückstadt, Am Fleth 43
Bücherstube am Fleth, Am Fleth 30